Millimeterwellenradar (mmWave Radar)
Welches Problem es löst
Laserscanner und Kameras werden in Dunkelheit, Starkregen, Schnee oder staubigen Werkstätten deutlich schwächer oder blind, während die rund 4 mm Wellenlänge von Millimeterwellen größer als Regentropfen und Staubpartikel ist und daher kaum streut. Es misst zuverlässig Entfernung und Radialgeschwindigkeit von Personen, Fahrzeugen und Regalen und ist ein wichtiger Blindflecksensor für Außeninspektion, Parkhauslüftung und staubige Anlagen.
Es gibt die Zielgeschwindigkeit zudem direkt über den Doppler-Effekt aus, statt Bewegung wie die Vision Frame für Frame zu schätzen, und reagiert so schneller auf Personen, die auf den Roboter zulaufen, oder Gabelstapler, die queren. Es eignet sich als zweite Sicherheitsebene neben Laser und Ultraschall.
Wie man die Kennwerte liest
- Band und Bandbreite: 77 GHz (76-81 GHz) bietet rund 4 GHz Bandbreite und zentimetergenaue Entfernungsauflösung; 24 GHz ist schmalbandiger und ungenauer, daher für Neuentwicklungen bevorzugt 77 GHz.
- Reichweite und Geschwindigkeit: Auf Maximalreichweite, Entfernungsauflösung und direkte Doppler-Geschwindigkeitsausgabe achten; die Geschwindigkeitsmessung ist der Kernvorteil gegenüber Ultraschall und Infrarot.
- Winkelauflösung und Kanäle: Mehr MIMO-Kanäle verbessern die Winkeltrennung, reichen aber nicht an Laserscanner heran - eine Karte baut es nicht alleine auf.
Häufige Irrtümer
Empfohlene Modelle
Alle Tbot-Chassis unterstützen Mehr-Sensor-Fusion zur Hindernisvermeidung; für Außen- oder Staubumgebungen lässt sich Millimeterwellenradar nachrüsten: das Schwerlastchassis Tbot-N5-3D (siehe tbot.html#3dslam) und das radstandbasierte humanoide Chassis (humanoid.html). Sensor- und Lastdaten im Datenblatt (specs.html).
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